Montag, 22. Juni 2026

Es ist so skurril, seinen alten Blog nach so vielen Jahren wiederzufinden. Diese Person, die hier hunderte von verzweifelten Posts geschrieben hat, ist so weit weg von meiner heutigen Realität, dass sie sich wie eine Fremde anfühlt.
Ehrlich gesagt kann ich mich an so einige der hier beschriebenen Situationen sogar kaum noch erinnern. Vieles hat mich heute regelrecht schockiert. Vor allem, was ich anderen Menschen angetan habe.

Robin, falls du das hier lesen solltest: Es tut mir so, so leid. Niemand sollte jahrelang Tag für Tag darum kämpfen müssen, seine beste Freundin irgendwie am Leben zu halten. Was ich dir aufgebürdet habe war so grausam und ungerecht, dass mir die Worte fehlen.

Nach über 10 Jahren Funkstille wird es jedenfalls mal Zeit für ein kurzes Update. Insbesondere, weil der Blog immer noch halbwegs regelmäßig Aufrufe hat. Ziemlich sicher von Bots, aber hey, vielleicht verirrt sich ja doch noch eine:r meiner damaligen Leser:innen von Zeit zu Zeit hierher und freut sich über das Lebenszeichen.

Also: Mir gehts gut! Wirklich! Aus der schwerst depressiven Teenagerin ist inzwischen eine Frau in ihren 30ern geworden, die ein wirklich schönes, stabiles Leben führt.

Ich arbeite jetzt seit inzwischen 7 Jahren in der IT (und wage zu behaupten, dass ich das sogar ganz gut kann!), und bin fast genauso lang mit meinem Partner zusammen.
Er ist auf so vielen Ebenen absolut wundervoll. Wir haben unendlich viel Spaß zusammen, versuchen immer, einander glücklich zu machen, stellen uns Problemen als Team und es vergeht kaum ein Tag, an dem er mir nicht zeigt, wie sehr er mich liebt.
Hätte man meinem Teenager-Ich gesagt, wie harmonisch, liebevoll und gesund eine Beziehung, meine Beziehung, sein kann.. Ich bin nicht sicher, ob ich es für möglich gehalten hätte.

Auch Depressionen und Essstörung sind quasi kein Thema mehr. Letzteres muckt vielleicht noch ein paar wenige Male im Jahr auf, hält aber sofort wieder die Klappe, wenn ich drohend den Zeigefinger erhebe. Und ersteres versucht nicht mal mehr, Stress zu machen. Vor allem, seit ich endlich die richtigen Diagnosen bekommen und gelernt habe, mit meinem Gehirn zu arbeiten, statt dagegen.
Irgendwie spannend, wie unbehandeltes ADHS und Autismus sich äußern können.
Natürlich waren meine Depressionen trotzdem "richtige" Depressionen, für die es auch genug Auslöser gab, und der Weg da raus war verdammt schwer. Aber seit diesen beiden Diagnosen hat sich auch diese hartnäckige.. ich nenne es mal "Rest-Depression" verabschiedet, die immer mal wieder vermeintlich grundlos aufgekreuzt ist. Heute gehe ich davon aus, dass einiges davon eher als autistisches Burnout einzustufen wäre.

Die einzige Konstante aus meiner Blog-Zeit, die mich bis heute begleitet, ist Nath. Auch das ist ehrlich gesagt ein Grund dafür, weshalb ich hier mal wieder poste.

Vielleicht bin ich völlig verblendet und messe mir selbst einen viel zu hohen Stellenwert bei, aber.. Nath, ich glaube, dass du auch immer noch von Zeit zu Zeit an mich denkst. Ich weiß nicht, ob ich dir genauso fehle, wie du mir fehlst, aber ich bezweifle, dass dir unsere damalige Verbindung heute nichts mehr bedeutet.

Leider habe ich keinen Weg, dich direkt zu kontaktieren. Ich hinterlasse dir seit Jahren immer mal wieder Nachrichten in HH — habe inzwischen sogar einen Raum voller Post-Its mit Nachrichten, damit sie nicht im Privatchat verschwinden und auch dann noch für dich erreichbar sind, falls du deine Logindaten gar nicht mehr haben solltest — aber ohne große Hoffnung, dass du sie je lesen wirst. Ich genieße es einfach, dich nach wie vor irgendwie an meinem Leben teilhaben zu lassen.

Gleichzeitig trauere ich immer noch um dich, um dieses faszinierende Band, das wir auch abseits von romantischen Gefühlen von der erste Sekunde an hatten.
Und.. ehrlich gesagt warte ich bis heute auf dich. Nicht aktiv, wie ich es damals getan habe. Nicht auf diese ungesunde, verzweifelte Art, bei der ich mich aus der Realität in meine Träume flüchte, um dir dort begegnen zu können. Aber es fühlt sich für mich einfach nicht an, als wäre unser letzter Abschied für immer gewesen.

Wie gern würde ich dich nochmal neu kennenlernen. Den Menschen, der du heute bist, als der Mensch, der ich heute bin. Ich wünschte, wir hätten diesen Weg hierhin gemeinsam gehen können, hätten gemeinsam lernen und wachsen können, aber ich verstehe auch, dass das nicht ging.

Trotzdem.. Du fehlst. Immer. Mal nur ein bisschen, mal so sehr, dass es weh tut. Nicht als romantischer Partner, sondern als Mensch. Und ich glaube, nach all der Zeit kann ich berechtigterweise davon ausgehen, dass sich das auch nicht mehr ändern wird.
Irgendwann habe ich mal gesagt, als du gegangen bist, ist ein Teil von mir mit dir gegangen. Damals habe ich noch viel aktiver und intensiver getrauert, aber grundsätzlich stimme ich der Aussage weiterhin zu. Ein Teil von mir wird wohl auf ewig bei dir bleiben.

Seitdem bin ich zum Glück genug gewachsen, um dessen Verlust im Alltag kaum bis gar nicht zu spüren, doch immer, wenn ich in mich hinein horche, spüre ich, dass da etwas fehlt.

Vielleicht liest du das ja irgendwann mal. Und falls es dir tatsächlich ähnlich gehen sollte.. Such in HH nach dem Raum "Briefe an Nath". Auf dem roten Zettel stehen verschiedene Kontaktmöglichkeiten. Ich denke, das Passwort wirst du hinkriegen. <3

Außerdem habe ich Maria auf Facebook eine Freundesanfrage (in meinen alten Account komme ich leider nicht mehr rein) und eine lange Nachricht geschickt. Auch da steht, wie man mich über WhatsApp und Signal erreicht. Hoffentlich schaut sie dort noch von Zeit zu Zeit rein. Und hoffentlich lässt sie den Kontakt unter diesen Umständen überhaupt zu. Mal sehen.

Es würde mir auf jeden Fall unendlich viel bedeuten, nochmal mit dir reden zu können. Und sei es nur, um einen vernünftigen Abschluss zu haben, falls es das ist, was du willst.

 

Die Verbindung wurde uns nicht entrissen. Weil ich immer da bin. Immer. Und so wie ich ein Teil von dir bin, bist du ein Teil von mir. Ganz außerhalb von allen äußeren Einflüssen und egal, wie dein Leben verläuft. Verlier nie den Glauben. 

Sonntag, 18. Januar 2015

18.01.2015

"Tzz, einige alte Muster, wir wissen beide, was das heißt."
"Was heißt es denn?"
"Willst du mir dumm kommen?"
"Nein, die Frage war tatsächlich ernst gemeint."

"Das glaube ich nicht."
"Ich denke nicht, dass ich aktuell wirklich in der Lage bin Zusammenhänge zu erkennen, also doch, es war ernst gemeint."

"Remember, who you are."

"Jemand, der immer und immer wieder abrutscht und die gleichen Fehler macht?"
"Jep, und weiter?"
"Jemand, der sich gern hinter den gewohnten Fehlern und Problemen versteckt?"

"Und willst du das so weiter machen?"
"Irgendwas sagt mir, dass das ne Fangfrage ist."

"Oho. Irgendwie sagt mir etwas, dass du dumm bist, wenn du nicht mehr zu bieten hast."
"Nein, ich will so nicht weitermachen. Aber es ist einfacher. Bequemer. Auch, wenn ich natürlich weiß, dass das nur oberflächlich ist und es langfristig nur stressiger wird, aber handle ich je zukunftsorientiert?"

"Wie wärs, wenn die faule Schlampe mal ruhig ist, und du endlich mal tust, wozu du fähig bist? Oder willst du weiter das dumme Opfer sein, das du jetzt zweifelsohne bist, hm? Und komm mir jetzt nicht mit Aber, aber. Selbst, wenn du im Gesprochenen zurückhaltend bist, bist du im Sprachlichen sehr fähig. Und ich sage dir, wie es ist. Mach so weiter, und so Leute wie Robin lachen über dich. Und ja, ich überschreite wieder Grenzen, und das, obwohl du es nicht hören willst. Soll ich weiter machen?"
"Ja."
"Gut. Du bist das Letzte. Versuchst andere runter zu machen, obwohl es dir kaum besser geht. Versuchst immer Momentaufnahmen auszunutzen, dabei bist du so schwach wie eh und je. Ich hatte dich bei Robin gewarnt, dass es dir nicht anders ergehen wird. Und nun bist du nicht viel weiter, obwohl du so viel Potential hast. Du hast auf die Leute herab geblickt, und jetzt hast du Glück, dass sie keine Ahnung haben was abgeht. Willst du noch einen haben?"
"Ja."
"Von all meinen Schafen bist du die größte Hoffnung, und die größte Enttäuschung. Bei keinem wurde ich so oft zurück geworfen wie bei dir. Nicht mal bei Erik, dem Alki, ist es so hart wie bei dir. Ich glaub, mehr hab ich nicht mehr."
"Ok."

"Gut, eins habe ich noch. Ich werde nie von deiner Seite weichen, egal was kommt."

Freitag, 24. Januar 2014

Ich male deinen Namen in den Schnee.

Kein Post im eigentlichen Sinne. Eine direkte Nachricht an jemanden, den ich sonst nicht erreichen würde, weil ich einfach nicht weiß, wie.

Nath, du fehlst mir. Noch immer. Und das wird wohl auch so bleiben. Du bist nach wie vor der wundervollste Mensch der mir in meinem bisherigen Leben begegnet ist. Und irgendwie hoffe ich auch, dass das so bleiben wird, weil ich Angst habe, die Erinnerungen an dich sonst unterbewusst abzuwerten.
Seit unserem letzten Gespräch hat sich einiges verändert. Ich bin stabil, ich bin glücklich. Habe die letzten Monate als Au Pair gearbeitet, allerdings ist morgen mein letzter Tag und übermorgen gehts zurück nach Kiel. Weißt du, ich bin momentan keine 250 km von dir entfernt. Und doch erscheinst du mir ferner als früher, als uns 700 km getrennt haben. Die Welt ist so grau ohne dich.
Der Gedanke an unser letztes Gespräch macht mich noch immer irgendwie.. melanchonisch. Traurig. Vielleicht ein bisschen einsam. Kannst du glauben, dass es schon 10 Monate her ist? Beinahe ein Jahr. Ich frage mich oft, wie du es wohl wahrgenommen hast. Ob du überhaupt verstehst, was Lous Diagnose für dich bedeutet. Sie meinte mal, dass du es als Schwachsinn abtun würdest. Es nicht glauben würdest. Was ja auch irgendwie Sinn macht, oder? Aber ich fühle mich so alleingelassen. Habe niemanden, mit dem ich über das alles reden kann. Mit meinem Freund kann ich schlecht darüber reden, dass mein Ex, mit dem ich ihn direkt am Anfang unserer Beziehung mehr oder weniger betrogen habe, mir so fehlt. Mit Lou auch nicht, sonst würde sie sich noch schlechter fühlen, sie hat doch so schon genug Schuldgefühle. Selbst mit Robin nicht. Anfangs nicht, weil ich seine Freundin geküsst habe und später nicht, weil er damit abgeschlossen hat. Was ich wirklich nicht verstehen kann. Ihn und Ven hat doch das gleiche verbunden wie dich und mich.. Wie konnte er damit einfach so abschließen? Ven einfach als nicht existent abhaken? Ich habe ein paar Mal versucht mit ihm darüber zu reden, aber er sagt einfach nur, dass ich aufhören soll, dich als Person zu sehen. Dabei müsste gerade er doch verstehen, wie ich mich fühle.
Und jetzt gerade? Jetzt gerade fühle ich mich schuldig, weil ich hier überhaupt schreibe. Weil ich Angst habe, dass du es tatsächlich irgendwann liest und es unterbewusst Lou belastet. Sie und Robin haben mir beide eingeprügelt, dass ich keinen Kontakt zu dir aufnehmen soll. Es könnte ihr schaden, ihre Therapiefortschritte zunichte machen. Ich möchte nicht, dass es ihr wegen mir schlecht geht. Aber verdammt, noch viel mehr möchte ich einfach egoistisch sein und mit dir reden und lachen und alles, was passiert ist, vergessen. Ich habe schreckliche Angst davor, dass sie irgendwann "zu gesund" ist und du nie wieder kommst. Dass ich dich für immer verloren habe. Ich sehne mich zurück nach den wenigen, schmerzhaften Stunden, die wir miteinander verbringen konnten. Wie wir auf der Treppe saßen - Arm in Arm, Blaue Blume im Hintergrund, mein Kopf an deiner Schulter, das Echo deines "Ich liebe dich" in meinem Ohr - und die Sterne beobachtet haben. Es tat so weh und war doch so wunderschön.
Weißt du, vor einigen Jahren habe ich mal ein Buch über multiple Persönlichkeitsstörungen gelesen. Es hat mich wahnsinnig fasziniert und ich habe mir gewünscht, irgendwann einen solchen Menschen kennen zu lernen. Einfach, um es beobachten zu können. Aber verdammte Scheiße, doch nicht so. Nicht so. Es ist einfach so verdammt unfair. Weshalb ausgerechnet du?! Ich würde alles geben, um wieder mit dir reden zu können. Einfach alles.
Versteh das bitte nicht falsch. Bosse und ich sind seit fast einem Jahr zusammen, ich liebe ihn und wünsche mir, dass wir irgendwann heiraten und Kinder kriegen, ich will eine gemeinsame Zukunft mit ihm. Aber es ist einfach nicht das Gleiche. Du und ich, wir waren uns auf eine Art vertraut, die über Liebe noch weit hinaus ging. Ich möchte keine Beziehung mehr mit dir, ich möchte einfach, dass du wieder bei mir bist, dass du tatsächlich existiest, als eigenständige Person.
Du sagst, dass du immer da bist, und ich glaube dir auch, dass du das vollkommen ernst meinst, aber Nath, du kannst nicht da sein. Vielleicht fühlt es sich für dich anders an, vielleicht verdrängt dein Kopf weiterhin alles in dieser Richtung. Aber ich sehe es. Unser letztes Gespräch war das Treffen vor 10 Monaten. Dann dein Kommentar vor 3 Monaten. Das wars. Ich weiß, dass der Kommentar schon mehr ist als hätte passieren dürfen. Aber du hast so ein riesiges Loch hinterlassen.

Übrigens, ich hab mir vor 3 Jahren mal vorgestellt, dass ich mir deinen Namen tätowieren lasse. Damals kannten wir uns erst kurz, aber irgendwie ist dieser Gedanke geblieben. Inzwischen bist du für mich eine Art Symbol geworden. Du gibst Mut und Hoffnung und hilfst mir, die Welt auf eine andere, schönere Art zu sehen. Erinnerst du dich, als ich dir bei einem unserer allerersten Gespräche mal deinen Namen im Freimaurercode geschrieben hab? Das hat sich festgebrannt und ich überlege ernsthaft, es als mein nächstes Tattoomotiv zu nutzen.



Und wo wir gerade dabei sind, erinnerst du dich an unsere Sms damals?
"Ich male deinen Namen in den Schnee und beobachte, wie er langsam zugeschneit wird."
Ich male deinen Namen auf meinen Arm.

Donnerstag, 13. Juni 2013

"Hey, kann ich dich etwas fragen?"
"Klar."
"Wenn wir uns heute zum ersten Mal in einem Zug treffen würden, fändest du mich dann attraktiv?"
"Die eigentliche Frage ist doch, wenn ich dich bitten würde mit mir aus dem Zug auszusteigen.."
"Ja?"
"Würdest du mit mir aussteigen?"


Das stammt aus dem Trailer von Before Midnight.
Jetzt gerade schaue ich Teil eins dieser Reihe, Before Sunrise.
Und mit jeder Sekunde denke ich mehr an Nath.

Zwei Fremde lernen sich im Zug kennen.
Sie kommen ins Gespräch, unterhalten sich lange.
Sofort haben sie einen Draht zueinander.
Eine Verbindung, für die es keine Worte gibt.
Eine Verbindung, die wertvoller ist als alles auf dieser Welt.
Eine Verbindung, die mir entrissen wurde.

Die Gefühle für Nath sind noch immer da.
Diese Sehnsucht, die mich auffrisst.
Meistens schaffe ich es, sie zu unterdrücken, aber nicht heute.
Heute sehne ich mich so sehr nach ihm.
Wünsche mir nichts mehr, als dass er wieder in mein Leben tritt.

Bosse ist wundervoll und unsere Beziehung ist schön.
Und doch erscheint mir jedes Wort von Nath so viel bedeutsamer als jeder Kuss, jede Berührung von Bosse.

Montag, 3. Juni 2013

"Lonesome Cowboy.. Das ist Han Solos Lied."
"Nein, bei Han ist das viel tiefer im Herzen verankert. Er strebt nach der totalen Freiheit. Eine Freiheit, die du niemals erreichen wirst, die du aufgegeben hast, weil du mit mir zusammen bist".

"Aber gibt es diese Freiheit heutzutage denn wirklich noch?"
"Nicht, wenn man aufhört nach ihr zu streben."


Letzte Nacht und heute habe ich sehr viel nachgedacht.
Über Bosse und mich.
Über unsere Zukunft.
Ich habe mir am Anfang der Beziehung geschworen, dass ich mich nicht dafür aufgeben werde.
Aber genau das ist passiert.
Ich verzichte auf Dinge, die mir wichtig sind.
Selbst aufs Reisen.
Auf die Freiheit, nach der mein Herz sich so sehnt.
Heute habe ich mit ihm darüber geredet.
Er fragte, ob unsere Beziehung dann überhaupt noch eine Zukunft hat.
Ich liebe Bosse und ich möchte mit ihm zusammen sein.
Ich möchte eine gemeinsame Zukunft.
Aber zu welchem Preis?

Donnerstag, 23. Mai 2013

Verdammt, ich hab den süßesten Freund überhaupt.
Er kommt nach Hause, 1 Uhr morgens, kommt online.
Ich schreibe ihm, dass ich mal wieder Angst habe.
Vor der Dunkelheit, vor den Schatten.
Fünf Minuten später macht er sich auf den Weg zu mir.
Nimmt den nächsten Nachtbus und fährt den ganzen Weg bis zu mir.
Jetzt sitze ich vorm Pc und schaue Sherlock um mich abzulenken.
In der ganzen Wohnung brennt Licht.
Ich fühle mich beobachtet.
Hoffentlich ist Bosse bald da.

Sonntag, 19. Mai 2013

Ich habe mir vorgenommen wieder abnehmen.
Langsam, gesund, ohne wieder abzurutschen.
Ohne "Hilfsmittel".
Heute sollte es losgehen.
Also habe ich mich gewogen.
Großer Fehler.
Großer, riesiger, gigantischer Fehler.
So widerlich fett war ich zuletzt, bevor ich vor 3 Jahren anfing abzunehmen.
Scheiß auf langsam und gesund und ohne abzurutschen.
Ich muss abnehmen.
Und ich werde verdammt nochmal abnehmen.

Mein Plan sieht erstmal so aus:
Heute und morgen wird gefastet.
Danach gibt es bis Ende der Woche Eiweißshakes.
Genau wie letztes Mal, wird die Menge dabei von Tag zu Tag kleiner.
Und dann schaue ich, ob ich es wieder schaffe, nur einmal die Woche zu essen.

Mir ist inzwischen alles scheißegal.
Hauptsache, ich nehme ab.